In einer Folge von „Ausfahrt.tv“ stellt Moderator Jan Gleitsmann die Renault Zoe R135 Z.E. 50 aus dem Modelljahr 2020 vor. Anders als bei vielen anderen Tests handelt es sich diesmal nicht um einen Pressewagen eines Herstellers, sondern um das privat beziehungsweise familiär genutzte Fahrzeug seiner Tochter. Dadurch wirkt der Test persönlicher und stärker auf den Alltagseinsatz fokussiert.
Positiv hervorgehoben wird zunächst das Gesamtkonzept der Zoe als kompakter Elektro-Kleinwagen. Jan Gleitsmann beschreibt das Fahrzeug als angenehm alltagstauglich und lobt insbesondere die elektrische Reichweite sowie die Möglichkeit, das Fahrzeug sowohl an einer Wallbox mit 22 kW als auch optional per CCS-Schnellladung mit bis zu 50 kW zu laden. Gerade diese Kombination hebt er mehrfach hervor und bezeichnet sie als großen Vorteil im Alltag.
Auch der Innenraum hinterlässt insgesamt einen positiven Eindruck. Besonders die Stoffapplikationen im Cockpit werden hervorgehoben, da sie dem Fahrzeug eine warme und gemütliche Atmosphäre verleihen. Im Gegensatz zu vielen modernen Fahrzeugen mit Hochglanzflächen empfindet der Moderator dieses Design als angenehm und eigenständig. Ebenfalls positiv bewertet werden die Übersichtlichkeit, das digitale Cockpit und die einfache Bedienung wichtiger Funktionen.
Im Fahrbetrieb beschreibt Jan Gleitsmann die Zoe als angenehm und unkompliziert. Die Beschleunigung wird als ausreichend kräftig wahrgenommen, insbesondere im normalen Fahrmodus. Außerdem lobt er den niedrigen Verbrauch, der im Test sogar unter den offiziellen Angaben liegt. Das Fahrverhalten wird trotz des strafferen Fahrwerks insgesamt als komfortabel beschrieben. Auch der niedrige Schwerpunkt durch den Akku im Fahrzeugboden wirkt sich seiner Einschätzung nach positiv auf die Straßenlage aus.
Kritik gibt es vor allem beim Platzangebot im Fond. Erwachsene Mitfahrer hätten dort nur sehr eingeschränkt Platz, insbesondere bei der Kopf- und Kniefreiheit. Auch die schmalen Türöffnungen und die insgesamt beengte Rückbank werden negativ erwähnt.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Vordersitze. Diese bieten laut Gleitsmann zu wenig Seitenhalt, obwohl sich das Fahrzeug durchaus dynamisch bewegen lasse. Zudem werden einzelne Details wie die nur mäßig warme Sitzheizung oder kleinere Einschränkungen beim Infotainment und Kofferraum erwähnt.
Insgesamt entsteht der Eindruck eines durchdachten und sympathischen Elektro-Kleinwagens mit hoher Alltagstauglichkeit, dessen größte Schwächen vor allem beim Platzangebot liegen.
Das Transkript vom Video
Der Inhalt des Videos als Transkript vollständig wiedergegeben:
Kapitel 1: Start
Das ist ein Partner von LeasingMarkt.de. Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von „Ausfahrt TV“. Hier ist der Schlüssel zu unserem heutigen Testwagen.
Das ist die 2020er Renault Zoe R135 mit dem großen Akkupaket. Und ja, das ist nicht irgendein Testwagen, den ich von irgendeinem Hersteller bekommen habe, sondern tatsächlich der Firmenwagen meiner Tochter Joana.
Joana hat ja eine Zeit lang bei Oskar TV hinter der Kamera gearbeitet und war auch ein paar Mal vor der Kamera zu sehen. Mittlerweile studiert sie, arbeitet nebenbei noch für mich und erledigt administrative Aufgaben. Sie ist jetzt drei Jahre lang Opel Tigra gefahren und hat zu mir gesagt: „Papa, eigentlich möchte ich nicht mehr mit den kleinen Autos fahren. Ich finde batterieelektrische Fahrzeuge cooler. Außerdem hätte ich gern ein Auto, in dem ich auch mal ein paar Freunde mitnehmen kann.“
Sie hatte sich im letzten Jahr schon einen Opel Corsa-e bestellt. Vertrag unterschrieben und alles – aber Corona-bedingt konnten die lange Zeit nicht liefern. Das zog sich bis in den Sommer 2020.
Dann kam langsam die neue Umweltprämie und zeitgleich ein neues Leasingangebot von Opel. Unser lokaler Händler hatte bei Instagram die Zoe für 50 Euro im Monat angeboten – Leasingdauer 24 Monate. Da habe ich sofort angerufen: „Habt ihr überhaupt noch welche?“ – „Ja, kannst du gleich mitnehmen.“
Ich war begeistert. Allerdings wollte ich das Auto etwas spezieller haben. Eigentlich gar nicht so speziell – ich wollte nur den CCS-Anschluss, also den Schnellladeanschluss. Der ist bei der Zoe optional. Dann hat es nur etwa zweieinhalb Monate gedauert und schwupp – da ist das nagelneue Auto.
Grund genug, euch das Fahrzeug einmal vorzustellen, auch wenn es noch keine 500 Kilometer gelaufen hat. 391 Kilometer sehe ich hier gerade. Ich glaube, das Fahrzeug wird uns in den nächsten zwei Jahren immer mal wieder begleiten.
Ich finde es schön, dass das Auto gerade im Winter dazugekommen ist, wo es kälter wird. Dann hat man noch einmal einen ganz anderen Zugang zur Elektromobilität – und muss natürlich auch fleißig laden.
Aber zurück zum normalen „Ausfahrt TV“-Programm. Die Zoe ist ein fünftüriger Kleinwagen. Drei Mitbewerber hätte ich exemplarisch für euch: den Opel Corsa-e, den Peugeot e-208 und – von der Länge her passend – auch den BMW i3. Die Renault Zoe wurde 2012 erstmals vorgestellt, Ende 2019/2020 wurde das Facelift gezeigt. Gebaut wird die Zoe in Flins, Frankreich. Beim Euro-NCAP-Crashtest erhielt sie 2013 fünf Sterne.
Renault bietet zwei Modelle an, wie man die Zoe kaufen oder leasen kann. Einmal mit Batteriemiete – das heißt, die Batterie gehört einem nicht – und einmal Fahrzeug und Batterie zusammen gekauft oder geleast. Ich habe das Modell gewählt, bei dem das Auto geleast und die Batterie gemietet wird. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist das steuerlich sogar günstiger.
Renault bietet die Zoe zu einem Basispreis von 21.348 Euro an. Unser Fahrzeug kostet – wohlgemerkt ohne Batterie – 36.984 Euro, genauso wie es hier steht. Ich habe das Auto natürlich auch für euch konfiguriert und die Konfiguration auf unserer Homepage abgelegt. Dort könnt ihr nachschauen, was alles optional ist. Den Link findet ihr unten im Beschreibungstext.
Diese richtigen Knaller-Angebote für 50 Euro im Monat habe ich in den letzten Wochen zwar nicht mehr gesehen, aber unser Partner LeasingMarkt.de hat immer wieder starke Leasingangebote – sowohl für Privatleute als auch für Gewerbekunden.
Der erste Link unter dem Video führt euch direkt zu den Zoe-Angeboten von LeasingMarkt.de. Schaut dort ruhig einmal nach, was aktuell angeboten wird.
Wenn ihr nichts verpassen wollt: nicht vergessen zu abonnieren und die Glocke zu aktivieren.
Kapitel 2: Leistung
Die 2020er Renault Zoe Experience R135 Z.E. 50 hat einen Elektroantrieb in Form eines Drehstrom-Asynchronmotors. Dieser leistet in der Spitze 100 kW beziehungsweise 135 PS. Die Dauerleistung beträgt allerdings nur 51 kW, also 69 PS. Das maximale Drehmoment liegt bei 245 Newtonmetern und steht ab 1.500 Umdrehungen pro Minute an. Geschaltet wird automatisch über ein Untersetzungsgetriebe. Die Zoe hat stets Frontantrieb.
Unser Fahrzeug beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 9,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 140 km/h. Der durchschnittliche Verbrauch laut Hersteller beträgt 16,9 kWh auf 100 Kilometer bei einem CO₂-Ausstoß von null Gramm pro Kilometer. Der WLTP-Verbrauch liegt bei 17,7 kWh.
Vollgeladen mit 52 kWh Strom kommt man laut NEFZ-Zyklus im Idealfall 408 Kilometer weit, nach WLTP sind es 395 Kilometer. Optional kann man die Zoe auch mit einem kleineren Elektromotor bestellen. Der leistet dann 80 kW beziehungsweise 108 PS. Dazu gibt es einen kleineren Akku mit 40 kWh. Wir freuen uns übrigens immer über ein Like. Vielleicht gebt ihr uns ja einen Daumen nach oben.
Kapitel 3: Exterieur
Renault bietet die Zoe in Deutschland in drei Ausstattungslinien an. Wir haben uns für die mittlere Linie „Experience“ entschieden. Schon in der Basis kommt die Zoe seit dem Facelift mit Voll-LED-Scheinwerfern. Die Nebelscheinwerfer sind bei unserem Fahrzeug optional.
Um den Akku zu laden, muss ich im Innenraum eine Taste drücken. Dann klappt das Renault-Logo weg. Dahinter verbirgt sich der Stromanschluss. Hier haben wir zunächst Typ 2. Damit kann man auch an die Schuko-Steckdose gehen – dann dauert das Laden allerdings etwa 25 Stunden. An der Wallbox nimmt das Fahrzeug serienmäßig 22 kW entgegen. Dann dauert eine Vollladung rund drei Stunden.
Zusätzlich haben wir hier noch den optionalen CCS-Anschluss, also den Schnellladeanschluss. Der nimmt bis zu 50 kW entgegen. Renault spricht dabei von 150 elektrischen Kilometern Reichweite in einer halben Stunde Ladezeit.
Erfahrungsgemäß dauert eine Ladung von 20 auf 80 Prozent etwa eine Stunde. Der Akku besteht aus 192 Zellen, die in zwölf Modulen gebündelt sind. Er befindet sich unter dem Fahrzeugboden und ist luftgekühlt. Das Akkupaket wiegt 326 Kilogramm.
In der Basis steht die Zoe auf 15-Zoll-Stahlfelgen. Unsere Ausstattungslinie hat diese 16-Zoll-Alufelgen. Renault bietet im Zubehör außerdem weitere 16-Zöller und auch 17-Zoll-Felgen an. Die Bodenfreiheit beträgt 120 Millimeter. Renault bietet die Zoe in acht Farben an. Die Farbe unseres Fahrzeugs nennt sich „Black Pearl Metallic“. Einen klassischen Auspuff braucht man bei einem batterieelektrischen Fahrzeug natürlich nicht. Die Rückleuchten sind komplett in LED-Technik ausgeführt.
Kapitel 4: Interieur
Wenn ich mit dem Schlüssel in der Tasche auf die verriegelte Zoe zugehe, entriegelt sie sich automatisch. Sie hat allerdings kein echtes Keyless Entry. Wenn ich das Fahrzeug wieder verriegele, kann ich es nicht einfach durch Ziehen öffnen. Dann muss ich den Schlüssel aus der Tasche holen oder mich entfernen und erneut annähern.
Mit der Funkfernbedienung kann ich das Fahrzeug ver- und entriegeln, aber die Fenster nicht öffnen oder schließen. Durch das Akkupaket im Fahrzeugboden sitzt man trotz der geringen Bodenfreiheit relativ hoch. Das Einsteigen ist dadurch angenehm – fast wie in einem SUV.
Willkommen im Innenraum der Renault Zoe Experience R135 Z.E. 50. Nicht alles, was ihr hier seht, gehört zur Serienausstattung. Die genaue Konfiguration findet ihr auf unserer Homepage.
Das Armaturenbrett ist mit einem weichen Stoff bezogen. Im oberen Bereich gibt es weiche Materialien, weiter unten dann Hartkunststoff. Insgesamt wirkt der Innenraum dadurch angenehm warm und gemütlich. Die Sitze sind mit einer Kombination aus Kunstleder und Stoff bezogen und haben integrierte Kopfstützen. Es ist natürlich ein Kleinwagen von Renault, also kein Premiumfahrzeug. Aber ich finde die Materialauswahl insgesamt gelungen.
Der Startknopf sitzt rechts neben dem Lenkrad. Oben befinden sich zwei Lüftungsdüsen. Den Luftstrom kann man nicht fein regeln, aber komplett schließen. Wir haben hier das kleine 7-Zoll-Infotainmentsystem mit Touchscreen und darunter einige Tasten, unter anderem für Sitzheizung, Eco-Modus, Zentralverriegelung und Warnblinker.
Die Klimaanlage arbeitet mit einer Klimazone und besitzt auch einen Automatikmodus. Der Wahlhebel bietet Vorwärts-, Rückwärts- und den B-Modus. Eine klassische Parkstellung gibt es nicht, dafür eine elektrische Feststellbremse und Auto Hold. Das Lederlenkrad ist höhen- und längsverstellbar. Egal wie ich es einstelle: Ich kann das digitale Cockpit immer gut ablesen. Links am Lenkrad befinden sich die Bedienelemente für Tempomat und Speed Limiter. Rechts steuert man den Bordcomputer und das Infotainment.
Neben dem Lenkrad befinden sich weitere Schalter, etwa für die Ladeklappe, die Leuchtweitenregulierung und die Cockpit-Helligkeit. Ich bin 1,80 Meter groß. Der Sitz ist nicht höhenverstellbar, trotzdem habe ich ausreichend Kopffreiheit. Der Blick nach vorne ist angenehm offen, wodurch sich das Fahrzeug größer anfühlt, als es tatsächlich ist. Die Sitze wirken zunächst bequem, auf längeren Strecken könnte allerdings der Seitenhalt besser sein. Die Sitzheizung wird angenehm warm, aber nie richtig heiß.
Das Cockpit ist komplett digital. Links sieht man die Effizienzanzeige, rechts den Tacho mit Batteriestand und Restreichweite. Außerdem werden Tempolimits angezeigt. Die Übersichtlichkeit ist insgesamt gut. Auch nach hinten kann man ordentlich sehen. Optional gibt es eine Rückfahrkamera, deren Hilfslinien sich beim Lenken mitbewegen. Damit habe ich euch die wichtigsten Funktionen gezeigt.
Kapitel 12: Fazit
Das war unsere Videokaufberatung zur 2020er Renault Zoe R135 Z.E. 50 in der Ausstattungslinie Experience.
Zwei Punkte sind mir negativ aufgefallen: Zum einen die Vordersitze. Sie bieten zu wenig Seitenhalt. Dabei kann man die Zoe durchaus sportlicher durch Kurven bewegen, und dabei rutscht man schnell auf den Sitzen hin und her. Zum anderen ist das Platzangebot auf der Rücksitzbank wirklich sehr eingeschränkt – besonders für Erwachsene mit meiner Körpergröße.
Was mir dagegen sehr gut gefällt: der serienmäßige 22-kW-Onboard-Lader und der optionale CCS-Anschluss. Dadurch kann man die Zoe auch schnell laden. Außerdem gefällt mir das Interieurdesign in der ersten Sitzreihe ausgesprochen gut. Diese Stoffapplikationen wirken gemütlich und anders – endlich einmal kein hochglänzendes Schwarz.
Ich denke, im Laufe der nächsten zwei Jahre werden noch mehr Tops und Flops dazukommen. Wir werden sicher immer wieder Videos zur Zoe machen – gerade im Winter oder im Hochsommer. Vom ersten Eindruck her bin ich aber sehr angetan und finde unsere Wahl gelungen. Jetzt bin ich gespannt auf eure Meinung. Schreibt sie gerne unten in die Kommentare. Wenn euch das Video gefallen hat, freue ich mich über einen Daumen nach oben.
Das soll es von meiner Seite gewesen sein. Ich verabschiede mich wie immer:
Bleibt gesund da draußen. Bis dann – euer Jan.